Amazon S3 – der Web-Startup Boom

Das Produkt ansich ist recht nett und verspricht viel:

– “Unendliche” Skalierbarkeit

– Schnell

– Einfache Bedienung

– Günstig

Amazon S3 ist seit ~ 1 Jahr mit einer SLA versehen und bringt somit auch diesmal – aus dem Beta Stadium raus – eine Verfügbarkeitsgarantie mit sich. Das ist schonmal recht gut.

Was mich allerdings stört sind die doch sehr hohen Kosten, im Vergleich dazu, was man eigentlich bekommt. Wenn ich mir Akamai als CDN ansehe, dann bringt mir das klare Vorteile für meinen Preis und zwar 100% Verfügbarkeit und weltweite Verteilung meines Contents, damit meine Benutzer darauf schnell zugreifen können.

Der aktuelle Trend bei sehr vielen Startups ist jedoch der, dass man anfängt seinen Content extern zu lagern und hofft damit a) Kosten zu sparen und b) viel Ärger weniger zu haben.

Wenn man die Preise vergleicht, die Amazon für den Service will, dann sieht man, wenn man es hochrechnet, dass es sehr schnell sehr teuer wird und zwar nicht nur vielleicht und 5%, sondern teils um 50% und noch mehr, denn das teure ist der Traffic und wenn man dann noch sieht, dass es auch noch “europäischen” Traffic gibt, dann explodieren die Kosten sehr schnell.

Youtube beispielsweise hat anfangs die Videos erst ab einer bestimmten Menge an ein CDN ausgeliefert – eines wie Akamai. Das brachte klare Vorteile.

Für die Auslieferung von statischen Contents ab einer gewissen kritischen Masse empfehle ich allen Web-Portalen genau zu kalkulieren ob sich dies lohnt. Betriebskosten von Server kann ich auch sehr leicht sparen, indem ich mit einer RPC (Remote Power Control) arbeite und einem guten Dateisystem (OCFS2).

Für wen lohnt sich Amazon S3?

Amazon S3 lohnt sich bis zu dem Punkt, bei dem ein eigener Server zu teuer ist bzw. ein Cluster und es geringen Traffic gibt. Sollte der Schnittpunkt erreicht sein, ist es günstiger, man setzt auf ein eigenes System.

Wenn man richtig viel Traffic hat, wie es beispielsweise die Windows Updates von Microsoft haben (ich nehme bewusst ein enorm großes Beispiel her), dann zahlt es sich sehrwohl auf ein CDN zu gehen, für einmal im Monat wird man kaum einen 100m² Raum voll Server stellen, die dann einmal im Monat alle eingeschaltet werden – das ist dann unwirktschaftlich.

Allerdings nur auf Amazon S3 zu setzen weil es “in” ist, davon rate ich ganz klar ab. Hier tut es ein Lighty und ein günstiger Backbone.

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